Niemals geht man so ganz… : Gabriele Fuhrmann verabschiedet

Pfarrer Fritz Graßmann und Pfarrerin Gabriele Fuhrmann.
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Augsburg (pm). Fast 34 Jahre war Pfarrerin Gabriele Fuhrmann für die Diakonie Augsburg tätig. Zum Mai geht die Altenheimseelsorgerin in den Ruhestand, bleibt einem Haus aber weiterhin erhalten.

Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand der Diakonie, würdigte die Seelsorgerin im Rahmen einer Andacht im Seminarraum, von denen sie selbst im Laufe der Jahre viele gefeiert hatte, als „Botin der Hoffnung“ – auch über das Leben hinaus. Seelsorge in der Altenhilfe, so Graßmann, bedeute „Wertschätzung für gelebtes Leben“ – diese habe die Pfarrerin zahllosen Menschen mit „liebevoller Nähe und Freundlichkeit“ entgegengebracht und damit Unschätzbares geleistet.

Vermissen wird Fuhrmann vor allem das glaubhafte und warmherzige „Schön, dass du da bist“, das ihr in allen Häusern entgegengebracht wurde – von den Senior:innen ebenso wie von den Mitarbeiter:innen. Als ihre Hauptaufgabe habe sie stets gesehen, die Menschen dabei zu unterstützen, „das Leben noch lieb zu behalten“. Neben seelsorgerlichen Einzelbesuchen, Gottesdiensten, Bibel- und Gesprächskreisen sowie Geburtstagsfeiern gehörte auch die Begleitung der Ehrenamtlichen, mit denen sie sich monatlich traf, zu ihren Aufgaben. Die Ehrenamtlichen bezeichnet sie als „Nabelschnur zur Welt“. Für die Bewohner:innen sei es „Goldes wert“, wenn ihnen gesagt wird: „Wir kennen dich, wir kennen deinen Namen, du gehörst dazu.“ Umso mehr bedauert die Seelsorgerin, dass viele freiwillig Engagierte nach der Coronapandemie mit ihren „unsäglichen“ Maßnahmen, die sie für „zeitlich und in der Intensität überzogen“ hält, nicht mehr zurückgekehrt sind.

„Der Mensch braucht es, gebraucht zu werden“ hatte Gabriele Fuhrmann anlässlich ihres 30-jährigen Dienstjubiläums bei der Diakonie gesagt. Getreu diesem Motto wird sie künftig weiterhin einmal in der Woche im Pflegeheim am Lohwald in Neusäß tätig sein, das ihrem aktuellen Wohnort am nächsten liegt. Darüber hinaus hat die 63-Jährige noch keine konkreten Pläne für den Ruhestand: „Alles weiter wie bisher zu dürfen, aber nichts mehr zu müssen“ – darauf freue sie sich aktuell am meisten.
Für die Seelsorge in den stationären Pflegeeinrichtungen der Diakonie wird künftig ein Zweierteam zuständig sein, das seinen Dienst zum 1. Juni bzw. 1. Juli aufnimmt. Ihren Nachfolger:innen wünscht Gabriele Fuhrmann, dass sie es genauso leicht gemacht bekommen und sich bald ebenso wohl bei der Diakonie fühlen wie sie.