Augsburg (pm). Remigius Stanienda arbeitet in den Betreuten Wohnformen für psychisch kranke Menschen. Ehrenamtlich aufwandsentschädigt engagiert ist er für die gleiche Zielgruppe.
24 Jahre alt war Remigius Stanienda, als er seine ehrenamtliche Aufgabe im Thomas-Breit-Zentrum (TBZ, damals noch Thomas-Breit-Haus) der Diakonie Augsburg antrat und eigentlich „nur mal reinschnuppern wollte“. Dass der damalige Maschinenbaustudent 30 Jahre später immer noch im Nachtdienst tätig ist, hätte er sich damals nicht träumen lassen: „Eigentlich unglaublich“ sei das, wenn er darüber nachdenke. Etwa einmal pro Woche ist er in der sozialtherapeutischen Übergangseinrichtung für junge Erwachsene mit psychischen Beeinträchtigungen im Einsatz, die sich mittlerweile auf dem Gelände der Hermann-Sohnle-Siedlung in Hochzoll befindet.
Die Tätigkeit im TBZ war für ihn in gewisser Weise ein Sprungbrett zu seiner aktuellen hauptamtlichen Beschäftigung bei den Betreuten Wohnformen für psychisch Kranke der Diakonie. In der aufsuchenden Assistenz, in der er seit mittlerweile zehn Jahren arbeitet, betreut und begleitet er psychisch kranke Menschen in Wohngemeinschaften oder ihrer eigenen Wohnung. Zeitverzögert begegnen ihm dort manchmal ehemalige Klient:innen aus dem TBZ wieder: „Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man jemanden bereits kennt.“
Statt die väterliche Kfz-Werkstatt zu übernehmen, entschied sich der heute 54-Jährige für einen ganz anderen Berufsweg: „Das Soziale war mir immer sehr wichtig.“ Vom Thema psychische Erkrankungen habe er vor seinen Tätigkeiten für die Diakonie keine Ahnung gehabt, räumt er ein und diese lediglich mit stationären Aufenthalten im Bezirkskrankenhaus verbunden Auch wenn er die Arbeit mit psychisch kranken Menschen durchaus als anstrengend empfinde, seien es die kleinen Fortschritte, die man wahrnehmen müsse, um zu erkennen: „Das macht Sinn, was ich da mache.“
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