Augsburg (pm). Für viele psychisch erkrankte Menschen ist der Krümelhof mehr als ein Ort – er ist ein sicherer Hafen. Die Kartei der Not fördert regelmäßige Besuche für Klient:innen der Diakonie Augsburg.
Aktuell besuchen alle zwei Wochen fünf Personen aus den intensiv betreuten Wohngemeinschaften begleitet von einer Mitarbeiterin den Krümelhof – genauer gesagt die Schafe dort. Die Tiere spielen eine besondere Rolle: Sie begegnen jedem Menschen ehrlich, unverstellt und ohne Vorurteile. „Für jemanden, der sich oft missverstanden, überfordert oder unsichtbar fühlt, kann ein solches Tier mehr Trost spenden als jedes gesprochene Wort“, sagt Christiane Miklis, Leitung Wohnen und Betreuen bei der Diakonie Augsburg. Doch nicht nur die Tiere, auch die Struktur des Hofes schenkt Halt. „Viele Betroffene haben das Gefühl, im Alltag keinen festen Boden mehr unter den Füßen zu haben. Am Krümelhof bekommen sie wieder Orientierung.“ Sie übernehmen Aufgaben, die sie ausfüllen. Die Tätigkeiten sind oft einfach, haben aber eine große Wirkung: Sie geben den Menschen das Gefühl, gebraucht zu werden, einen Beitrag leisten zu können, Teil von etwas Wichtigem zu sein.
Die Kartei der Not fördert die tiergestützte Therapie für ein Jahr mit 3.570 Euro – und trägt so dazu bei, dass psychisch kranke Menschen einen Ort haben, der vielen von ihnen schmerzlich fehlt: Einen Ort, an dem sie menschliches Miteinander und Gemeinschaft erleben, die die Seele stärken.