„Habe ich wieder etwas gelernt!“

 
 
MdB Hansjörg Durz lässt sich die Arbeit der Tagesstätte für psychische Gesundheit Mering erläutern.
Pressemitteilung von: 
02.02.2017
Hansjörg Durz beschäftigt sich in der Tagesstätte für psychische Gesundheit in Mering mit der Lebens­wirklichkeit der Menschen. Er war sichtlich von der Arbeit beeindruckt.

„Damit die Menschen mehr Vertrauen in den Staat gewinnen, ist die Beschäftigung mit der Lebenswirklichkeit der Menschen von überragender Bedeutung.“, sagte Hansjörg Durz auf dem diesjährigen Neujahrsempfang in Neusäß. Bei seinem Besuch am 2. Februar 2017 im Markt Mering setzte sich Bundestagsabgeordneter Durz mit der Lebenswelt der Menschen auseinander, die in der Tagesstätte für psychische Gesundheit, Herzog-Wilhelm-Straße 1, betreut werden. Er informierte sich gemeinsam mit Hans-Dieter Kandler, Merings Erstem Bürgermeister, und Gemeinderat Georg Resch vor Ort über die Arbeit der Tagesstätte. Thomas Schlagowski, stellvertretender Einrichtungsleiter und Ergotherapeut in der Tagesstätte, gibt an, dass die Tagesstätte im Schnitt von 35 Personen besucht wird. Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werks Augsburg, ergänzt, dass die Menschen dort die Vereinsamung durchbrechen können. Sie erhalten in der Tagesstätte  tagesstrukturierende Angebote und haben die Gelegenheit, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Viel Zeit nahm sich Herr Durz, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Sie erzählten mit unüberhörbarem Stolz, dass sie teilweise schon seit Jahren regelmäßig hier sind und an den unterschiedlichsten Aktivitäten teilnehmen. So erzählte eine Besucherin, dass sie besonders „Spiel & Spaß durch Nachdenken“ schätze. Das ließ sich Hansjörg Durz genauer erklären: „Habe ich wieder etwas gelernt!“ Beim anschließenden Kaffeetrinken – den Kuchen hatten die Besucher selbst gebacken – saßen alle zusammen und konnten sich austauschen. Ein Problem, das Durz sieht, ist die Digitalisierung, die einerseits nicht verschlafen werden darf, andererseits aber auch nicht dazu führen darf, dass Menschen abgehängt werden. Bei vielen ist aber genau das der Fall. Diesen Menschen wieder Halt zu geben und sie in der Gesellschaft zu verankern, ist Aufgabe der Tagesstätte.

Die Tagesstätte für psychische Gesundheit ist eine sozialpsychiatrische Einrichtung des Diakonischen Werks Augsburg, die sich als Begegnungsstätte versteht. Sie richtet sich an alle, die psychisch krank und über 18 Jahre alt sind und aufgrund der persönlichen Situation den Besuch der Tagesstätte als hilfreich ansehen. Ein qualifiziertes Mitarbeiterteam aus Sozialpädagogen, Ergotherapeuten und weiteren Kräften bietet regelmäßig teilnehmenden Besucherinnen und Besuchern kreative und hauswirtschaftliche Beschäftigungsmöglichkeiten an. Ziel der Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe, um die Selbstständigkeit der Besucherinnen und Besucher zu unterstützen, erhalten und stabilisieren.

Bildunterschrift MdB Hansjörg Durz lässt sich die Arbeit der Tagesstätte für psychische Gesundheit Mering erläutern. (vlnr: Stv. Einrichtungsleiter und Ergotherapeut Thomas Schlagowski, GR Georg Resch, MdB Hansjörg Durz, Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werks Augsburg, und Hans-Dieter Kandler, Merings Erster Bürgermeister)