Diakonie und Wohnbaugruppe ziehen bei Intensiv betreutem Wohnen an einem Strang

 
 
Pressemitteilung von: 
20.02.2018

Einweihung der Wohngruppe für chronisch erkrankte Menschen der Diakonie Augsburg mit Spendenübergabe für Einbauküchen.

Die intensiv betreute Wohngruppe des Diakonischen Werks Augsburg ist von Hochzoll in die Donauwörther Straße gezogen. Stiftung Antenne Bayern hilft förderte die Anschaffung zweier Küchen mit 15.000 Euro. Am 19. Februar 2018 war die Einweihungsfeier.

Das erste Haus für eine intensiv betreute Wohngruppe (IWG) der Diakonie Augsburg wurde Ende 1989 von sechs chronisch psychisch kranken Menschen aus dem Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren bezogen. Bei den sechs Mietern handelte es sich um Augsburger Bürger, die im Rahmen dieses Projektes wieder hier beheimatet werden sollten. Es waren ausschließlich Langzeitkranke, die zum Teil zwölf Jahre und mehr in Bezirkskrankenhäusern gelebt hatten.

Seither sorgt diese Form des intensiv betreuten Wohnens der Diakonie Augsburg dafür, dass auch chronisch erkrankte Menschen in einem normalen Wohnumfeld leben können.

Seit Oktober 2017 leben acht Personen mit einer psychischen Erkrankung in zwei neuen Wohnungen in der Donauwörther Straße in einem Gebäude der Wohnbaugruppe Augsburg (WBG). Die Diakonie Augsburg konnte im Vorfeld Wünsche zur Ausgestaltung dieser Wohnungen äußern, die durch die zuständigen Architekten und die WBG umgesetzt wurden.

Dank einer Spende über 15.000 Euro durch die Stiftung Antenne Bayern hilft konnten die Wohnungen mit neuen Einbauküchen ausgestattet werden.

Nach einer Phase der Eingewöhnung wurden die beiden Wohngruppen am 19. Februar 2018 unter Beisein der drei Vorstände des Diakonischen Werks, je einer Vertreterin der WBG und des Bezirks Schwaben sowie Felicitas Hönes, Geschäftsführerin der Stiftung Antenne Bayern hilft, gemeinsam mit den Bewohnern und den IWG-Mitarbeiterinnen eingeweiht. Markus Bottlang, Finanzvorstand der Diakonie, dankte der Wohnbaugruppe Augsburg für die gute Kooperation und freute sich über die Förderung der Stiftung Antenne Bayern hilft. Dank dieser Gelder konnten beide Wohnungen mit schönen Einbauküchen versehen werden.

Die Mitarbeiter der Diakonie sind täglich in der IWG vor Ort. Die Betreuung der Bewohner wird werktäglich durch hauptamtliche Mitarbeiter, abends und am Wochenende bzw. an Feiertagen durch ehrenamtliche Honorarkräfte sichergestellt. Nachts gibt es eine telefonische Rufbereitschaft. Einmal pro Woche werden die Gemeinschaftsräume durch eine Reinigungskraft gereinigt. Alle weiteren Aufgaben in der IWG übernehmen die Bewohner selbständig. Die Dienste werden anhand von Plänen aufgeteilt.

Diese Wohnform ist in Schwaben einzigartig und für die Bewohner eine gute Unterstützung, um im ambulanten Rahmen trotz schwerwiegender psychischer Erkrankung zurechtzukommen und mit so viel Normalität wie möglich im Stadtteil zu leben.

Bildunterschriften

1. Die Leiterin der intensiv betreuten Wohngruppe Ulrike Zahler, der Theologische Vorstand der Diakonie Augsburg Fritz Graßmann und Fachvorständin Dr. Ilona Luttmann freuen sich über den von Stiftung-Geschäftsführerin Felicitas Hönes überreichten Scheck.

2. Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werks Augsburg, in der von Stiftung Antenne Bayern hilft geförderten Wohnküche der neuen intensiv betreuten Wohngruppe.