Diakonie: Asylsozialberatung in Mering

 
 
Pressemitteilung von: 
03.08.2016
Erster Standort im Landkreis Aichach-Friedberg

Rebecca Binder und Alicia Hagins heißen die neuen Asylsozialberaterinnen des Diakonischen Werkes Augsburg (DWA), die seit Anfang Juni in Mering tätig sind. Damit bietet das DWA erstmals auch im Landkreis Aichach-Friedberg Asylsozialberatung an. Ihr Büro haben die beiden Beraterinnen im Papst-Johannes-Haus in der Meringerzellerstraße.
Insgesamt gibt es in Mering zehn Flüchtlingsunterkünfte, in denen ca. 150 Menschen leben. Einige sind mit Familien aus verschiedenen Ländern belegt, in einer anderen wohnen nur Frauen. Am häufigsten kommen Ratsuchende mit Fragen zum Stand ihres Asylverfahrens oder ihrem Status in die Beratung. Zunehmend rückt auch das Thema Wohnungssuche in den Fokus: Viele anerkannte Asylbewerber könnten aus den Unterkünften ausziehen, finden aber keine bezahlbare Wohnung. Auch Fragen zur Jobsuche oder nach Deutsch- und Integrationskursen kommen häufig vor.

Gute Vernetzung im Landkreis

Die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern wie etwa dem Landratsamt erleben beide als „gut, kooperativ und kompetent“. Im Landkreis Aichach-Friedberg seien alle Akteure „gut vernetzt“, so Alicia Hagins (28), die einen Bachelor in Anglistik/Amerikanistik mit Nebenfach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache hat. Ihre zwei Jahre jüngere Kollegin Rebecca Binder hat einen Bachelor in Angewandter Interkultureller Sprachwissenschaft (ANIS). Sie war bereits vorher beim DWA tätig und hat Freiwillige in der Hausaufgabenbetreuung in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften in der Stadt Augsburg koordiniert. Kontakt zu Freiwilligen haben die beiden Beraterinnen auch in ihrem jetzigen Job, nämlich über die verschiedenen Helferkreise, die es in Mering und im Umkreis anderer Unterkünfte in der Umgebung gibt.
Darüber hinaus bringen beide Erfahrung in der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge mit: Hagins hat ein Dreivierteljahr beim Sozialpädagogischen Institut Augsburg (SIA) in der Inobhutnahme minderjähriger Flüchtlinge gearbeitet. Binder war ein Jahr lang im Allgäu als Betreuerin in einer heilpädagogischen Jugendwohngruppe für Flüchtlinge tätig, die zur Rummelsberger Diakonie gehört. Erfahrungen im interkulturellen Bereich, der Organisation integrationsfördernder Maßnahmen, dem Austausch mit Ämtern und Schulen oder der Vermittlung von Praktika kommen ihnen nun zugute.

Gute ökumenische Zusammenarbeit

Zudem profitieren sie in ihrer aktuellen Tätigkeit von der Anbindung an das Team der Asylsozialberater beim DWA. „Man kann die Kollegen fragen und hilft sich gegenseitig“, so Rebecca Binder. Eine gute ökumenische Zusammenarbeit pflegen beide Beraterinnen mit ihrer Kollegin Kathrin Stachon von der Caritas. Die drei vertreten sich gegenseitig im Urlaubs- oder Krankheitsfall, zudem gibt es einen regelmäßigen vierzehntägigen Austausch, an dem auch die weiteren Asylsozialberater der Caritas im Landkreis Aichach-Friedberg teilnehmen.